Dr. Moïse Tourabaly · Orientierung
Eine astigmatische Hornhaut ist nicht in allen Richtungen gleich gekrümmt, wie ein Rugbyball. Bei der Kataraktoperation korrigiert ein torisches Implantat diesen Astigmatismus, während es zugleich die Linse ersetzt, unter einer Bedingung: Es muss auf der richtigen Achse sitzen.
Ein herkömmliches Implantat ersetzt die Linse, lässt den Hornhautastigmatismus aber bestehen: Das Bild bleibt in einer Achse gestreckt, und eine Fernbrille bleibt nötig.
Das torische Implantat enthält eine zylindrische Korrektur, die bei der Voruntersuchung berechnet wird. Während der Operation werden seine Randmarkierungen auf die Achse des Hornhautastigmatismus ausgerichtet: Beide gleichen sich aus, und das Sehen in der Ferne ist ohne Brille scharf.
Verdreht sich das Implantat nach dem Einsetzen, nimmt der Ausgleich mit der Abweichung ab. Eine deutliche Rotation kann eine Neupositionierung erfordern, ein einfacher Eingriff in den folgenden Wochen: Genau das prüfen die Kontrollen.
Angeboten bei regelmäßigem, stabilem Hornhautastigmatismus ohne fortschreitenden Keratokonus. Stärke und Achse werden bei der Voruntersuchung berechnet (Biometrie und Topographie). Gibt es auch als multifokale oder torische EDOF-Variante. Die Voruntersuchung entscheidet.
Erklärgrafik · Dr. Moïse Tourabaly, Augenarzt. Proportionen veranschaulichend. Sie ersetzt keine ärztliche Konsultation.