Dr. Moïse Tourabaly · Anti-VEGF

Intravitreale Injektion (Anti-VEGF): So wirkt sie

1 · Der Eingriff: eine Injektion in den Glaskörper

Schnitt durch das Auge mit einer Anti-VEGF-Injektion durch die Lederhaut bis in den Glaskörper. Eine Spritze mit feiner Nadel durchdringt das Weiße des Auges 3 bis 4 mm vom Hornhautrand entfernt, im Bereich der Pars plana, und ist dabei zur Augenmitte gerichtet. Das Medikament verteilt sich im Glaskörper bis zur Makula. Das Auge wird örtlich mit Augentropfen betäubt. Makula Sehnerv Glaskörper Pars plana 3–4 mm vom Limbus Betäubung örtlich (Tropfen)

Die Injektion wird in der Praxis unter örtlicher Betäubung mit Augentropfen durchgeführt, mit einer sehr feinen Nadel durch die Pars plana (das Weiße des Auges, 3–4 mm vom Limbus entfernt). Zur Augenmitte gerichtet, gibt sie das Medikament in den Glaskörper ab, wo es sich bis zur Makula verteilt.

2 · So wirkt Anti-VEGF

Zwei Schnitte durch die Makula: vor der Behandlung mit Gefäßneubildungen und Ödem, nach Anti-VEGF mit Rückbildung. Links vor der Behandlung: Krankhafte neue Gefäße und ein Ödem heben die Makula an. Rechts nach den Anti-VEGF-Injektionen: Die krankhaften Gefäße bilden sich zurück und das Ödem nimmt ab, die Makula flacht ab. Vor der Behandlung neue Gefäße + Ödem Nach Anti-VEGF Ödem resorbiert

VEGF ist ein Eiweiß, das krankhafte, durchlässige Gefäße fördert. Indem es VEGF blockiert, lässt das Anti-VEGF-Medikament diese Gefäße zurückgehen und das Ödem abklingen. In der Regel sind mehrere Injektionen nötig, in Abständen und mit OCT-Kontrollen.

Orientierende Darstellung ohne diagnostischen Wert. Indikationen, Injektionsrhythmus und Ergebnisse sind je nach Patient und Erkrankung verschieden (feuchte AMD, diabetisches Makulaödem, Venenverschluss).