LERNWERKZEUG

Sehsimulator für Intraokularlinsen

Bei einer Kataraktoperation wird die getrübte Augenlinse durch eine Intraokularlinse ersetzt. Es gibt mehrere Implantatfamilien, die das Sehen je nach Entfernung unterschiedlich wiederherstellen. Dieses interaktive Werkzeug hilft Ihnen zu veranschaulichen, worauf jede Implantatfamilie den Schwerpunkt legt – Fernsicht, Bildschirm, Lesen – und den jeweiligen Kompromiss zu verstehen. Wählen Sie eine Szene, vergleichen Sie die Familien und beobachten Sie die Schärfekurve in Abhängigkeit von der Entfernung.

Simulation zu Aufklärungszwecken. Die Darstellung ist eine durchschnittliche Wiedergabe auf Grundlage veröffentlichter Daten; sie lässt keinen Schluss auf Ihr persönliches Ergebnis zu, das von Auge zu Auge unterschiedlich ausfällt. Die Wahl der Linse wird im Einzelfall gemeinsam mit Ihrem Chirurgen entschieden, nach einer vollständigen präoperativen Voruntersuchung.

Häufige Fragen zur Wahl einer Intraokularlinse

Was ist eine Intraokularlinse?

Es handelt sich um eine durchsichtige Kunstlinse, die bei der Kataraktoperation die natürliche Augenlinse ersetzt. Sie verbleibt lebenslang im Auge und ermöglicht es, wieder scharf zu sehen. Es gibt mehrere Implantatfamilien, die das Sehen je nach Entfernung unterschiedlich wiederherstellen.

Welches sind die großen Implantatfamilien?

Man unterscheidet monofokale Linsen (scharfes Sehen in nur einer Entfernung, in der Regel in die Ferne), monofokale Linsen mit leicht erweiterter Tiefenschärfe, EDOF-Linsen (durchgehender Bereich von der Ferne bis zum Zwischenbereich) sowie multifokale oder trifokale Linsen (mehrere scharfe Entfernungen). Jede Familie entspricht einem anderen Sehbedürfnis und einer anderen Lebensweise.

Werde ich nach der Operation ohne Brille auskommen?

Das hängt von der gewählten Implantatfamilie und von Ihrem Auge ab. Eine monofokale Linse bietet eine scharfe Fernsicht, macht aber eine Brille für den Bildschirm und zum Lesen erforderlich. EDOF-Linsen und multifokale Linsen verringern die Abhängigkeit von einer Brille über mehr Entfernungen hinweg, um den Preis eines Kompromisses (nächtliche Halos sind möglich). Eine vollständige Brillenunabhängigkeit kann nicht garantiert werden.

Entspricht die Darstellung des Simulators meinem künftigen Sehen?

Nein. Es handelt sich um eine durchschnittliche Darstellung auf Grundlage veröffentlichter wissenschaftlicher Daten, zu Aufklärungszwecken. Die tatsächliche Wahrnehmung hängt von zahlreichen Faktoren ab, die jedem Auge eigen sind. Nur eine vollständige augenärztliche Untersuchung erlaubt es, die für Ihren Fall geeignete Linse zu bestimmen.

Wie wird die Wahl der Linse getroffen?

Die Wahl erfolgt im Einzelfall, in Absprache mit Ihrem Chirurgen, auf Grundlage Ihrer präoperativen Voruntersuchung, des Zustands Ihres Auges und Ihrer visuellen Prioritäten (Autofahren bei Nacht, Lesen, Bildschirmarbeit). Dieser Simulator hilft Ihnen, dieses Gespräch vorzubereiten; er ersetzt es nicht.

Funktioniert der Simulator auf dem Smartphone?

Ja, das Werkzeug ist auf Computer, Tablet und Mobiltelefon zugänglich. Drehen Sie das Gerät auf kleinen Bildschirmen ins Querformat, für mehr Komfort beim Vergleichen.