Refraktive Chirurgie: Paris & Cachan

Operation der Kurzsichtigkeit Paris & Cachan: LASIK, PRK, SMILE, ICL

Dr. Tourabaly korrigiert Kurzsichtigkeit in Paris 13 und Cachan: Laser (LASIK, PRK, SMILE) oder phake Linse ICL bei hoher Myopie. Individuelle Voruntersuchung, stabile Ergebnisse.

~39 %
der erwachsenen Bevölkerung Frankreichs ist kurzsichtig
Inserm 2020
-10 D
Laserkorrektur bis -10 Dioptrien (LASIK, SMILE)
SFO-Konsens
-18 D
Korrektur mit der phaken Linse ICL EVO möglich
Daten STAAR Visian
50 %
der Weltbevölkerung wird 2050 kurzsichtig sein
Holden et al. 2016

Krankheitsbild

Was ist Kurzsichtigkeit?

Die Kurzsichtigkeit ist eine Fehlsichtigkeit, die auf einem Missverhältnis zwischen der Brechkraft des Auges und seiner Länge beruht. Das Bild eines entfernten Objekts entsteht vor der Netzhaut, was das unscharfe Sehen in die Ferne erklärt. Das Sehen in der Nähe bleibt in der Regel scharf. Zwei Hauptmechanismen kommen infrage: ein zu langes Auge (Achsenmyopie, die häufigste Form) oder eine zu stark gekrümmte Hornhaut (Brechungsmyopie).

Die Häufigkeit der Kurzsichtigkeit nimmt in den Industrieländern rasch zu. In Frankreich sind nach den Daten des Inserm rund 39 % der erwachsenen Bevölkerung kurzsichtig. Weltweit sagt die Studie von Holden et al. (2016) voraus, dass die Hälfte der Menschheit im Jahr 2050 kurzsichtig sein wird, davon knapp 10 % mit hoher Myopie (jenseits von -6 Dioptrien).

Bildlich erklärt

Wo das Bild entsteht: Myopie, Hyperopie, Astigmatismus

Wählen Sie eine Fehlsichtigkeit — normales Sehen, Myopie, Hyperopie, Astigmatismus — und schalten Sie dann die Korrektur ein: Die Grafik zeigt, wo das Bild entsteht und wie ein Brillenglas oder der Laser es zurück auf die Netzhaut verlagert.

Junge Frau mit Brille blickt aus dem Fenster eines Zuges auf die Landschaft
Eine unscharf werdende Fernsicht ist oft das erste Anzeichen einer Kurzsichtigkeit.

Ursachen, Risikofaktoren und Symptome

Die Kurzsichtigkeit entsteht aus einem Zusammenspiel genetischer und umweltbedingter Faktoren. Epidemiologische Studien benennen mehrere Risikofaktoren:

  • Familiäre Vorbelastung: Das Risiko ist verdreifacht, wenn ein Elternteil kurzsichtig ist, und versechsfacht, wenn es beide sind.
  • Anhaltende Naharbeit: Lesen, Bildschirme, Studium: In asiatischen Ländern liegt die Häufigkeit bei Studierenden über 80 %.
  • Zu wenig Tageslicht: Zwei Stunden Spielen im Freien pro Tag senken die Häufigkeit der Kurzsichtigkeit bei Kindern deutlich (Studie Rose et al. 2008).
  • Frühgeburt, niedriges Geburtsgewicht.

Typische Symptome sind: unscharfes Sehen von Schildern, entfernten Gesichtern oder der Tafel im Unterricht, Zusammenkneifen der Augen, Augenermüdung, mitunter Kopfschmerzen. Bei Kindern kann ein Abfall der schulischen Leistungen das erste Anzeichen sein. Die Kurzsichtigkeit entwickelt sich meist zwischen dem 6. und dem 25. Lebensjahr und stabilisiert sich dann allmählich.

OP-Verfahren

Operationsteam am Operationsmikroskop in steriler Umgebung
Der Lasereingriff erfolgt im Operationssaal, unter dem Mikroskop und ambulant.

Kurzsichtigkeit operieren: welche Verfahren im Jahr 2026?

Die Myopiechirurgie umfasst vier Hauptverfahren, die nach Ausprägung der Kurzsichtigkeit, Hornhautdicke und Lebensweise ausgewählt werden.

1. LASIK: das Referenzverfahren

Die LASIK korrigiert Kurzsichtigkeiten bis -10 Dioptrien, die Sehschärfe erholt sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Mit dem Femtosekundenlaser wird ein 110-120 µm dünner Hornhautlappen (Flap) präpariert, anschließend formt der Excimerlaser das Stroma entsprechend der individuellen Korrektur um. Der Eingriff wird unter Tropfanästhesie ambulant gut vertragen; die Rückkehr in den Beruf ist nach 1-2 Tagen möglich.

2. PRK: Oberflächenlaser, dünne Hornhaut

Die photorefraktive Keratektomie (PRK) ist bis -8 Dioptrien angezeigt, insbesondere bei dünner Hornhaut, bei Kontaktsportlern oder in Berufen mit Verletzungsrisiko für das Auge. Sie kommt ohne Flap aus: Der Laser wirkt nach dem Abtragen des Epithels direkt auf die Oberfläche. Die Erholung dauert etwas länger (7 bis 10 Tage), das Ergebnis entspricht nach 3-6 Monaten dem der LASIK.

3. SMILE: minimalinvasiv, ohne Flap

Das SMILE-Verfahren (Small Incision Lenticule Extraction) korrigiert Kurzsichtigkeiten bis -10 Dioptrien über einen Mikroschnitt von nur 2 bis 4 mm. Ein Lentikel im Hornhautstroma wird mit dem Femtosekundenlaser VisuMax präpariert und anschließend entnommen. Das Verfahren schont die Biomechanik der Hornhaut und die Hornhautnerven (weniger Trockenheit nach dem Eingriff). Die Erholung verläuft rasch, was besonders sportliche Patientinnen und Patienten schätzen.

4. Phake Linse ICL EVO: hohe Kurzsichtigkeit

Jenseits von -10 Dioptrien oder wenn die Hornhaut für den Laser zu dünn ist, ist die phake Linse ICL EVO eine geeignete Alternative. Es handelt sich um eine Collamer-Linse, die zwischen der Iris und der Augenlinse eingesetzt wird. Die ICL korrigiert bis -18 Dioptrien, und zwar umkehrbar. Dieses Verfahren schont die Hornhaut und ist besonders bei jungen Patientinnen und Patienten mit hoher Kurzsichtigkeit angezeigt.

Welches Verfahren bei welchem Schweregrad?

Grad der KurzsichtigkeitGeeignete VerfahrenBevorzugt
Gering (-0,5 bis -3 D)LASIK, PRK, SMILEStandard-LASIK
Mittel (-3 bis -6 D)LASIK, PRK, SMILELASIK oder SMILE je nach Hornhaut
Hoch (-6 bis -10 D)LASIK, SMILE, ICLSMILE oder ICL je nach Hornhautdicke
Sehr hoch (-10 bis -18 D)ICL EVOPhake Linse
Dünne HornhautPRK, ICLICL bei hohen Dioptrienwerten

Untersuchung & Kriterien

Präoperative Voruntersuchung und Eignungskriterien

Vor jeder Operation der Kurzsichtigkeit wird eine vollständige präoperative Voruntersuchung von rund 1,5 Stunden durchgeführt. Sie umfasst:

  • Messung der Refraktion, objektiv und subjektiv, mit und ohne Pupillenerweiterung.
  • Hornhauttopographie, um die Krümmung zu kartieren und einen möglichen Keratokonus zu erkennen.
  • Pachymetrie: Messung der zentralen Hornhautdicke (Mindestwert für die LASIK bei etwa 480-500 µm).
  • Aberrometrie: Analyse der optischen Abbildungsfehler für eine individuell angepasste Behandlung (topographiegeführt oder wellenfrontgeführt).
  • OCT des vorderen Augenabschnitts: Messung der Vorderkammertiefe und des Weiß-zu-Weiß-Abstands, bei einer ICL erforderlich.
  • Untersuchung des Augenhintergrunds bei erweiterter Pupille: Kontrolle der Netzhaut, besonders wichtig bei hoher Kurzsichtigkeit (erhöhtes Risiko peripherer Netzhautrisse).

Die wichtigsten Eignungskriterien: Mindestalter 21 Jahre, seit mindestens 1 Jahr stabile Korrektur, keine fortschreitende Hornhauterkrankung, keine Schwangerschaft und keine Stillzeit. Eine vollständige Liste der Gegenanzeigen finden Sie auf der Seite Bin ich für die Laserchirurgie geeignet?.

Kosten & Erstattung

Preis der Operation der Kurzsichtigkeit

Die Chirurgie der Kurzsichtigkeit wird von der Sécurité sociale (der französischen gesetzlichen Krankenversicherung) nicht übernommen. In der Praxis von Dr. Tourabaly gelten folgende Preise:

  • LASIK: 1.500 €/Auge (Pauschale 3.000 € für beide Augen)
  • PRK / Trans-PRK: 1.250 €/Auge (Pauschale 2.500 € für beide Augen)
  • SMILE: 1.650 €/Auge (Pauschale 3.300 € für beide Augen)
  • Phake Linse ICL EVO: Operateurshonorar 1.200 €/Auge + Pauschale der Clinique Sainte-Geneviève (650 € + 48 € für beide Augen) + Linse nach Kostenvoranschlag (Gesamtkosten in der Größenordnung von 2.800 €/Auge)

Diese Preise umfassen den Eingriff, den Operationssaal, die Nachkontrollen im ersten postoperativen Monat (am 1., 7., 15. und 30. Tag nach dem Eingriff) sowie eine eventuelle Laser-Nachkorrektur innerhalb der ersten sechs Monate, sofern sie medizinisch begründet ist. Die Voruntersuchung und die postoperativen Augentropfen werden gesondert berechnet: Das Rezept erhalten Sie am Tag des Eingriffs, die Augentropfen holen Sie in der Apotheke ab. Viele private Zusatzversicherungen sehen eine Pauschale für refraktive Chirurgie vor (je nach Vertrag 200 bis 800 € pro Auge). Im Anschluss an die Voruntersuchung erhalten Sie einen detaillierten Kostenvoranschlag zur Weiterleitung an Ihre Zusatzversicherung. Einen vollständigen Vergleich finden Sie auf der Seite Preise der refraktiven Chirurgie.

Sprechstunde Kurzsichtigkeit bei Dr. Tourabaly

Dr. Moïse Tourabaly, ehemaliger Chef de Clinique am Centre Hospitalier National d’Ophtalmologie des Quinze-Vingts, empfängt für die Chirurgie der Kurzsichtigkeit in der Praxis in Cachan (94). Die Lasereingriffe werden in der Clinique Laser Victor Hugo (Paris 16) an Geräten der neuesten Generation durchgeführt (VisuMax 800, MEL 90); die phake Linse ICL wird in der Clinique Sainte-Geneviève (Paris 14) eingesetzt.

In einem Beratungsgespräch werden Ihr Sehziel besprochen, Ihre Lebensweise analysiert und das für Ihren Fall geeignete Verfahren vorgeschlagen. Die vollständige präoperative Voruntersuchung wird in einem zweiten Schritt geplant.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Operation der Kurzsichtigkeit

Das gesetzliche Mindestalter liegt bei 18 Jahren. In der Praxis empfiehlt Dr. Tourabaly, mindestens 21 Jahre abzuwarten und vor allem eine seit mindestens 1 Jahr stabile Refraktion. Vor diesem Alter kann die Kurzsichtigkeit weiter fortschreiten. Für die LASIK gibt es keine obere Altersgrenze, auch wenn jenseits von 55-60 Jahren der Austausch der Augenlinse (Eingriff wie beim Grauen Star, mit Kunstlinse) mitunter sinnvoller wird.

Ja. Jenseits von -8 bis -10 Dioptrien stößt der Hornhautlaser an seine Sicherheitsgrenzen. Die phake Linse ICL EVO korrigiert umkehrbar bis -18 Dioptrien und schont die Hornhaut. Eine genaue Biometrie (Vorderkammer, Weiß-zu-Weiß-Abstand, Endothelzelldichte) dient dazu, die Durchführbarkeit zu bestätigen und die Größe der Linse zu bestimmen.

Bei Patientinnen und Patienten, die nach der Stabilisierung der Kurzsichtigkeit operiert werden (ab 21 Jahren), ist eine Regression selten und gering ausgeprägt: Etwa 5 bis 10 % weisen nach 5-10 Jahren eine Restkorrektur auf, häufig in der Größenordnung von -0,5 bis -1 Dioptrie. Eine Nachkorrektur mit dem Laser (LASIK oder PRK) ist in den meisten Fällen möglich. Das Sehen in der Nähe verändert sich nach dem 45. Lebensjahr natürlicherweise durch die einsetzende Alterssichtigkeit.

Unabhängig von einer Operation stellt die hohe Kurzsichtigkeit (jenseits von -6 D) einen Risikofaktor für mehrere Erkrankungen dar: Netzhautrisse und Netzhautablösung (5- bis 10-fach erhöhtes Risiko), myope Makulopathie, Glaukom, früher auftretender Grauer Star. Unabhängig von der gewählten Behandlung wird eine jährliche augenärztliche Kontrolle mit Untersuchung des Augenhintergrunds bei erweiterter Pupille empfohlen.

Beide Verfahren führen nach 3-6 Monaten zu vergleichbaren Sehergebnissen. Die LASIK bietet eine etwas raschere Erholung der Sehschärfe (24 h gegenüber 48 h beim SMILE). Das SMILE-Verfahren kommt ohne Flap aus, schont die Biomechanik der Hornhaut stärker und verursacht weniger Trockenheit nach dem Eingriff, ein Vorteil für sportliche Menschen und für ohnehin trockene Augen. Die Wahl erfolgt individuell nach der vollständigen Untersuchung (Topographie, Pachymetrie, Lebensweise).

Der Lasereingriff (LASIK, PRK, SMILE) dauert 10 bis 15 Minuten pro Auge, ambulant und unter Tropfanästhesie. Das Einsetzen einer phaken Linse ICL dauert etwa 15 bis 20 Minuten pro Auge. Die im Operationssaal verbrachte Zeit ist länger (Vorbereitung, Lagerung), der gesamte Aufenthalt im Zentrum liegt jedoch meist unter 2 Stunden. Einige Stunden Ruhe genügen vor der Rückkehr nach Hause.

Ein kurzsichtiger Mensch sieht in der Nähe scharf, in der Ferne unscharf: Schilder, entfernte Gesichter oder Tafeln erscheinen verschwommen. Sein Auge ist zu lang (oder seine Hornhaut zu stark gekrümmt), sodass das Bild entfernter Objekte vor der Netzhaut entsteht, statt scharf auf ihr abgebildet zu werden.

Ziel: scharfes Sehen

Vereinbaren Sie einen Termin für Ihre Myopie-Untersuchung

Dr. Tourabaly: Cachan & Paris 13. Wählen Sie das zu Ihrer Kurzsichtigkeit passende Verfahren.

Quellen & Referenzen

  1. Holden BA, Fricke TR, Wilson DA et al. Global Prevalence of Myopia and High Myopia and Temporal Trends from 2000 through 2050. Ophthalmology. 2016;123(5):1036-1042. PMID 26875007.
  2. Rose KA, Morgan IG, Ip J et al. Outdoor activity reduces the prevalence of myopia in children. Ophthalmology. 2008;115(8):1279-1285. PMID 18294691.
  3. Inserm: Themendossier « Troubles de la réfraction » (Fehlsichtigkeiten), französische Bevölkerungsdaten.
  4. Société Française d’Ophtalmologie. Rapport SFO : Chirurgie réfractive.
  5. Haute Autorité de Santé. Critères d’éligibilité à la chirurgie réfractive (Eignungskriterien für die refraktive Chirurgie).

Dieser Artikel dient der Information. Für jede Behandlungsentscheidung bleibt eine persönliche augenärztliche Beratung unerlässlich.