Die Sehschärfe: Begriff, Messung und Deutung (10/10, Visus 1,0)

Die Sehschärfe ist die Fähigkeit des Auges, feine Einzelheiten zu unterscheiden und zwei sehr eng beieinanderliegende Punkte zu trennen. In Frankreich wird sie in Zehnteln auf der Monoyer-Tafel ausgedrückt: 10/10 (Visus 1,0) ist der Bezugswert der Normalität. Zu verstehen, was diese Zahl bedeutet – was sie misst, was sie nicht sagt und wie sie sich zu den optischen Fehlern verhält –, erlaubt es, den eigenen Sehbefund besser zu deuten und mit dem Augenarzt zu sprechen.

VERSTEHEN

Was ist die Sehschärfe?

Die Sehschärfe bezeichnet das Auflösungsvermögen des Auges: seine Fähigkeit, die kleinsten Einzelheiten eines Gegenstands wahrzunehmen und zwei Punkte zu unterscheiden, die nur ein sehr geringer Winkelabstand trennt. Ganz praktisch ist sie das, was Ihnen erlaubt, die Buchstaben eines Verkehrsschildes zu lesen, ein Gesicht aus der Ferne zu erkennen oder einen Text in kleiner Schrift zu entziffern.

Man unterscheidet zwei einander ergänzende Sehschärfen: die Fernsehschärfe, in mehreren Metern Abstand gemessen, die das Sehen in die Ferne wiedergibt; und die Nahsehschärfe, im Leseabstand beurteilt (etwa 33 cm). Beide können unabhängig voneinander beeinträchtigt sein. Eine gute Fernsehschärfe schließt Beschwerden beim Sehen in der Nähe nicht aus, namentlich nach 45 Jahren mit dem Auftreten der Alterssichtigkeit.

Die Sehschärfe hängt von mehreren Umständen ab: von der Durchsichtigkeit der optischen Medien (Hornhaut, Augenlinse), von der Genauigkeit der Scharfstellung des Bildes auf der Netzhaut und von der Unversehrtheit der Netzhaut und der Sehbahnen bis zur Sehrinde. Eine Verschlechterung der Sehschärfe kann also von einem einfachen, korrigierbaren optischen Fehler herrühren oder von einer Augenerkrankung, die einer Behandlung bedarf.

MESSUNG

Wie wird die Sehschärfe gemessen?

Die Sehschärfe wird mit genormten Tafeln aus Buchstaben, Zahlen oder Zeichen abnehmender Größe gemessen, die in einem festgelegten Abstand dargeboten werden. Der Patient liest die kleinste Zeile, die er zu entziffern vermag, Auge für Auge, zuerst ohne und dann mit Korrektur. Das Ergebnis gibt die Schwelle an Einzelheiten wieder, die das Auge aufzulösen imstande ist.

Die Monoyer-Tafel (Fernsehschärfe, Frankreich)

In Frankreich wird das Sehen in die Ferne mit der Monoyer-Tafel beurteilt, gelesen in 5 Metern Abstand. Sie besteht aus Buchstabenzeilen, die von 1/10 (Visus 0,1) bis 10/10 (Visus 1,0) abgestuft sind. Die Zeile 10/10 zu lesen entspricht einer als normal geltenden Sehschärfe. Diese Angabe in Zehnteln ist die gängige Sprache der französischen Augenärzte und steht in jedem Befund einer Sehuntersuchung.

Die Snellen-Tafel (20/20, angelsächsische Länder)

In den angelsächsischen Ländern verwendet man die Snellen-Tafel, gemessen auf 20 Fuß (etwa 6 Meter). Das normale Sehen wird dort mit 20/20 angegeben, was genau dem französischen 10/10 entspricht. Ein Ergebnis von 20/40 bedeutet, dass der Patient auf 20 Fuß das sieht, was ein normales Auge auf 40 Fuß sieht: eine Sehschärfe von 5/10 (Visus 0,5). Beide Systeme beschreiben dieselbe Wirklichkeit mit unterschiedlichen Einheiten.

Die Parinaud-Tafel (Nahsehschärfe)

Für das Sehen in der Nähe verwendet man die Parinaud-Tafel, einen Text aus Absätzen in abnehmender Schriftgröße, gelesen in etwa 33 cm Abstand. Das Ergebnis reicht von Parinaud 14 (große Schrift) bis Parinaud 2 (kleine Schrift), wobei Parinaud 2 einem guten Lesesehen entspricht. Diese Messung ist wesentlich, um die Alterssichtigkeit zu beurteilen und die Verordnung eines Nahzusatzes zu leiten.

Die Refraktion, unerlässliche Voraussetzung

Die Messung der Sehschärfe geht mit einer Refraktionsbestimmung einher: Der Augenarzt ermittelt die optische Korrektur – ausgedrückt in Dioptrien –, die die höchstmögliche Sehschärfe ergibt. Man unterscheidet die Sehschärfe ohne Korrektur (unkorrigierte Sehschärfe) und die Sehschärfe mit Korrektur (korrigierte Sehschärfe). Ein kurzsichtiges Auge kann ohne Brille nur 2/10 (Visus 0,2) haben und mit Korrektur 10/10 erreichen, was auf eine reine Fehlsichtigkeit ohne begleitende Erkrankung hinweist.

Zum Merken

Die Sehschärfe wird stets mit und ohne Korrektur gemessen. Steigt sie mit der richtigen optischen Korrektur wieder auf 10/10, so ist die Ursache der Unschärfe refraktiv. Bleibt sie trotz Korrektur niedrig, so ist nach einer Erkrankung der Netzhaut, des Sehnervs oder der optischen Medien zu suchen.

DEUTUNG

Tafel zur Messung der Sehschärfe bei einer Augenuntersuchung

Was bedeutet 10/10? Was diese Zahl sagt – und was nicht

10/10 entspricht einer normalen Sehschärfe: Die Person liest die kleinste genormte Zeile der Monoyer-Tafel in 5 Metern Abstand. Das angelsächsische Gegenstück ist das 20/20 auf der Snellen-Tafel. Diese beiden Angaben bezeichnen genau dieselbe Stufe der Leistung und dienen als statistischer Bezugswert für das normale Sehen in der Bevölkerung.

Ein verbreiteter Irrtum muss allerdings ausgeräumt werden: 10/10 bedeutet kein unbedingt vollkommenes Sehen. Es ist eine statistische Schwelle der Normalität, kein theoretischer Höchstwert. Manche Menschen lesen darüber hinaus – 12/10 (Visus 1,2) oder mehr –, ohne dass dies ein außergewöhnliches Sehen bedeutete. Umgekehrt schließt eine Sehschärfe von 10/10 andere Sehstörungen nicht aus: Beschwerden beim Kontrastsehen, schlechtes Sehen bei Nacht, ein Ausfall im peripheren Gesichtsfeld oder Blendempfindlichkeit.

Die Sehschärfe ist also nur eine der Kenngrößen der Sehqualität. Eine vollständige augenärztliche Untersuchung beurteilt auch das Gesichtsfeld, das Farbensehen, die Kontrastempfindlichkeit und den Zustand des Augenhintergrunds. Die Zahl der Sehschärfe bleibt gleichwohl der einfachste und allgemeinste Anhaltspunkt für eine erste klinische Einordnung.

SEHSCHÄRFE UND REFRAKTION

Sehschärfe und optische Fehler: Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus, Alterssichtigkeit

Die optischen Fehler – oder Ametropien – sind die häufigsten Ursachen einer niedrigen Sehschärfe. Jeder hat sein eigenes Beschwerdebild. Ihren Zusammenhang mit der Sehschärfe zu verstehen hilft dabei, die Zahlen des eigenen Befundes zu deuten und den erwarteten Gewinn einer Korrektur abzuschätzen.

Die Kurzsichtigkeit: herabgesetzte Fernsehschärfe

Beim kurzsichtigen Patienten entsteht das Bild eines entfernten Gegenstands vor der Netzhaut. Die unkorrigierte Fernsehschärfe ist daher herabgesetzt – mitunter erheblich –, während die Nahsehschärfe oft normal oder kaum beeinträchtigt bleibt. Ein Kurzsichtiger mit −3,00 Dioptrien kann in der Ferne ohne Brille nur 2 bis 3/10 (Visus 0,2 bis 0,3) haben und mit Korrektur wieder auf 10/10 kommen. Je stärker die Kurzsichtigkeit, desto größer der Abfall der Sehschärfe ohne Korrektur.

Die Weitsichtigkeit: Sehermüdung und wechselnde Unschärfe

Die Weitsichtigkeit ist trügerischer: Der Augapfel ist zu kurz und das Bild entsteht hinter der Netzhaut. Der junge Erwachsene gleicht das oft durch die Akkommodation aus (Zusammenziehen der Augenlinse), was den Fehler jahrelang verdecken kann – bei einer Sehschärfe von 10/10 trotz der Fehlsichtigkeit. Doch dieses ständige Ausgleichen führt zu Ermüdung der Augen und zu Kopfschmerzen. Mit dem Alter, wenn die Akkommodation nachlässt, verschlechtert sich zuerst die Nahsehschärfe.

Der Astigmatismus: Unschärfe in allen Entfernungen

Der Astigmatismus geht auf eine Hornhaut zurück, deren Krümmung nicht vollkommen kugelförmig ist. Anders als die Kurz- oder die Weitsichtigkeit beeinträchtigt er die Sehschärfe in der Ferne ebenso wie in der Nähe: Die Bilder erscheinen in einer bestimmten Achse verzerrt oder verdoppelt. Ein mäßiger Astigmatismus (−1,50 Dioptrien) kann die Sehqualität merklich herabsetzen und Schwierigkeiten beim Lesen kleiner Schrift erklären, selbst wenn die Sphäre gut korrigiert ist.

Die Alterssichtigkeit: Nahsehschärfe, die sich nach 45 Jahren verschlechtert

Die Alterssichtigkeit ist im eigentlichen Sinne kein Fehler des Auges, sondern ein Altern der Augenlinse, die nach und nach ihre Elastizität verliert. Die Akkommodation nimmt ab, und die Nahsehschärfe verschlechtert sich etwa ab 45 Jahren. Die Fernsehschärfe hingegen wird von der Alterssichtigkeit allein nicht beeinträchtigt. Der typische alterssichtige Patient sieht in der Ferne gut, muss den Text zum Entziffern aber immer weiter von sich weghalten.

SEHSCHÄRFE GEGENÜBER ANDEREN KENNGRÖSSEN

Sehschärfe, Gesichtsfeld, Refraktion: drei einander ergänzende Messungen

Die Sehschärfe wird häufig mit anderen Kenngrößen verwechselt, die das Sehen aus einem anderen Blickwinkel beschreiben. Diese drei Messungen ergänzen einander und können einander nicht ersetzen.

Die Sehschärfe misst die Feinheit im Zentrum

Die Sehschärfe misst allein das zentrale Sehen: die Fähigkeit, feine Einzelheiten in der Blickachse zu sehen. Sie sagt nichts über das Sehen in der Peripherie aus, auch nichts über die Fähigkeit, Bewegungen oder Gegenstände an den Seiten wahrzunehmen. Eine normale Sehschärfe von 10/10 verträgt sich durchaus mit einer schweren Schädigung des Gesichtsfeldes.

Das Gesichtsfeld misst die Ausdehnung des Sehens

Das Gesichtsfeld beurteilt die Fläche der sichtbaren Welt, ohne die Augen zu bewegen: Ein normales Auge nimmt waagerecht über etwa 180° Informationen wahr. Seine Untersuchung ist wesentlich, um den Grünen Star früh zu erkennen (der zuerst die Peripherie abträgt) und andere Schädigungen des Sehnervs. Ein Patient kann eine Sehschärfe von 10/10 behalten und zugleich ein stark eingeengtes Gesichtsfeld haben – das ist der „Tunnelblick“ des fortgeschrittenen Grünen Stars.

Die Refraktion misst die nötige Korrektur

Die Refraktion beziffert die Stärke der optischen Korrektur – in Dioptrien –, die das Auge braucht, um auf der Netzhaut ein scharfes Bild zu erzeugen. Sie ist die Messung, die auf dem Brillenrezept steht. Sie hängt nicht unmittelbar mit der Sehschärfe zusammen: Zwei Menschen mit derselben Korrektur in Dioptrien können sehr unterschiedliche Sehschärfen haben, je nach dem Zustand ihrer Netzhaut oder dem Vorliegen einer Amblyopie.

Kurz gefasst

Sehschärfe (10/10), Gesichtsfeld und Refraktion (Dioptrien) sind drei verschiedene Werkzeuge. Die Sehschärfe misst die Feinheit im Zentrum; das Gesichtsfeld misst die Ausdehnung in der Peripherie; die Refraktion misst die nötige Stärke der Korrektur. Eine vollständige Untersuchung erkundet alle drei.

WANN ZUM ARZT

Augenärztliche Untersuchung zur Abklärung einer verschlechterten Sehschärfe

Wann sollte man wegen einer verschlechterten Sehschärfe zum Arzt?

Eine verschlechterte Sehschärfe geht auf zwei große Familien von Ursachen zurück: auf eine Fehlsichtigkeit, die sich mit Gläsern berichtigen lässt, oder auf eine Augenerkrankung, die einer besonderen Behandlung bedarf. Die Unterscheidung gelingt bei einer Untersuchung ganz einfach: Steigt die Sehschärfe mit der richtigen Korrektur wieder auf 10/10, so ist die Ursache refraktiv; andernfalls ist nach einer Erkrankung zu suchen.

  • Allmähliche Verschlechterung in der Ferne: oft eine beginnende oder zunehmende Kurzsichtigkeit. Eine Sprechstunde ist nützlich, um die Korrektur anzupassen.
  • Sehermüdung und Kopfschmerzen am Ende des Tages: Hinweise auf eine schlecht korrigierte Weitsichtigkeit oder einen schlecht korrigierten Astigmatismus, besonders beim Kind.
  • Zunehmende Schwierigkeit, nach 45 Jahren in der Nähe zu lesen: Zeichen einer Alterssichtigkeit. Eine Untersuchung erlaubt es, die passende Korrektur festzulegen.
  • Rasche oder plötzliche Verschlechterung auf einem oder auf beiden Augen: augenärztlicher Notfall. Kann auf eine Netzhautablösung, einen Gefäßverschluss, eine Sehnervenentzündung oder eine andere ernste Erkrankung hinweisen.
  • Schleier, Verzerrung oder Fleck im zentralen Gesichtsfeld: kann an eine Schädigung der Makula denken lassen (beginnende AMD) – ohne Verzug zum Arzt.

Bei stabilen Fehlsichtigkeiten kann die Chirurgie je nach dem Profil des Patienten eine Möglichkeit sein. Die Machbarkeit wird bei einer vollständigen präoperativen Voruntersuchung bestimmt, die die Hornhauttopographie, die Pachymetrie und die Messung der Vorderkammer umfasst. Die Wahl zwischen LASIK, PRK, SMILE oder phaker Linse hängt vom Hornhautprofil und vom zu berichtigenden Fehler ab.

HÄUFIGE FRAGEN

Zum Weiterlesen

Häufige Fragen zur Sehschärfe

Bedeutet ein 10/10, dass ich ein vollkommenes Sehen habe?

Nein. 10/10 ist eine statistische Schwelle der Normalität, kein unbedingter Höchstwert. Manche Menschen lesen auf den Messtafeln darüber hinaus – 12/10 oder mehr. Im Übrigen schließt eine Sehschärfe von 10/10 andere Sehstörungen nicht aus: herabgesetzte Kontrastempfindlichkeit, Ausfall im peripheren Gesichtsfeld oder Blendempfindlichkeit. Eine vollständige Untersuchung erkundet stets mehrere einander ergänzende Kenngrößen.

Welche Sehschärfe ist zum Autofahren in Frankreich erforderlich?

Die französische Regelung (arrêté über die Fahrtauglichkeit) verlangt für den gewöhnlichen Führerschein der Klasse B eine beidäugige Sehschärfe von mindestens 5/10, nötigenfalls mit Korrektur. Bei einäugigem Sehen gelten besondere Bedingungen. Allein eine förmliche ärztliche Begutachtung kann die Fahrtauglichkeit bestätigen; die Zahlen einer Untersuchung in der Praxis gelten nicht als amtliche Bescheinigung.

Sehschärfe und Dioptrien: wie hängen sie zusammen?

Das sind zwei voneinander unabhängige Messungen. Die Sehschärfe (in Zehnteln) misst die tatsächliche Sehleistung – das, was das Auge zu unterscheiden vermag. Die Dioptrie misst die optische Korrektur, die nötig ist, um eine Fehlsichtigkeit auszugleichen. Man kann −6,00 Dioptrien Kurzsichtigkeit haben und mit seiner Brille 10/10 sehen, oder nur −1,00 Dioptrie haben und wegen einer Amblyopie nur 7/10 (Visus 0,7) sehen. Der Zusammenhang ist nicht unmittelbar.

Kann man mehr als 10/10 haben?

Ja. 10/10 ist eine Schwelle der Normalität, keine unbedingte körperliche Grenze. Manche Menschen, namentlich junge und ohne optischen Fehler, erreichen auf den Messtafeln 12/10 oder mehr. Das bedeutet schlicht ein Auflösungsvermögen etwas oberhalb des Mittels jener Bezugsbevölkerung, die zur Erstellung der Tafel gedient hat.

Wie misst man die Sehschärfe eines Kindes?

Beim kleinen Kind, das noch nicht liest, verwendet man angepasste Tafeln: Zeichnungen, Zeichen oder zuzuordnende Buchstaben (Test mit den gerichteten E, zu benennende Bilder). Beim Säugling stützt sich der Augenarzt auf Verhaltenstests und auf die Teller-Karten. Eine frühe Erkennung ist wesentlich, um eine Amblyopie (schwachsichtiges Auge) vor dem Alter von 6 bis 7 Jahren aufzuspüren, der Grenze für eine wirksame Behandlung.

Nimmt die Sehschärfe mit dem Alter ab?

Das Sehen in der Nähe verändert sich mit der Alterssichtigkeit unausweichlich, etwa ab 45 Jahren, wegen des Alterns der Augenlinse. Das Sehen in die Ferne hingegen verschlechtert sich nicht zwangsläufig: Gut korrigiert kann es lange normal bleiben. Eine Verschlechterung der Fernsehschärfe beim Erwachsenen ist kein Schicksal des Alters und muss nach einer Ursache suchen lassen – beginnender Grauer Star, Netzhauterkrankung oder anderes.

Bedeutet eine gute Sehschärfe, dass ich keinen Grünen Star habe?

Nein, und genau darin liegt die Gefahr des Grünen Stars: Er kann das periphere Gesichtsfeld jahrelang nach und nach zerstören, ohne die zentrale Sehschärfe anzutasten, die bei 10/10 bleibt. In einem fortgeschrittenen Stadium wird das Sehen röhrenförmig (allein die Mitte bleibt erhalten), bevor die Sehschärfe selbst abfällt. Die Früherkennung des Grünen Stars beruht auf der Messung des Augendrucks, auf der Untersuchung des Sehnervs und auf der Erkundung des Gesichtsfeldes – nicht auf der Sehschärfe allein.

Praxis in Cachan · Tel. +33 1 45 47 08 11
Praxis in Paris 13 · Tel. +33 1 89 31 30 60

Quellen

  • Société Française d’Ophtalmologie (SFO) – Messung der Sehschärfe: Grundlagen der Tafeln von Monoyer, Snellen und Parinaud.
  • Collège des Ophtalmologistes Universitaires de France (COUF) – Lehreinheit „Altération de la fonction visuelle“: Sehschärfe, Refraktion, Gesichtsfeld und Ursachen einer verschlechterten Sehschärfe.
  • Haute Autorité de Santé (HAS) – Früherkennung und Behandlung der Sehstörungen beim Kind und beim Erwachsenen.
  • Ministère de l’Intérieur / Sécurité routière – Arrêté relatif aux conditions visuelles requises pour la délivrance du permis de conduire, der Erlass über die für die Erteilung des Führerscheins erforderlichen Sehanforderungen.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Sprechstunde. Allein eine vollständige augenärztliche Untersuchung erlaubt es, Ihre Sehschärfe zu messen, das Ergebnis in seinem Zusammenhang zu deuten und eine auf Sie zugeschnittene Diagnose zu stellen.

Hat sich Ihre Sehschärfe verschlechtert?

Dr. Moïse Tourabaly, ehemaliger Chef de Clinique der Quinze-Vingts, misst Ihre Sehschärfe, sucht die Ursache und berät Sie zu den für Ihre Lage am besten geeigneten Lösungen – optische Korrektur oder refraktive Chirurgie.

Verfasst und geprüft von Dr Moïse Tourabaly, Augenarzt und refraktiver Chirurg — ehemaliger Chef de Clinique (CHNO des Quinze-Vingts).

Letzte Aktualisierung: 1. January 1970

Ähnliche Beiträge